Ein Kessel Buntes: Reisezeit, Parkinsontreff und ... Mist, vergessen!

Kennt ihr das, wenn euch ein geläufiges Wort nicht einfällt, und der Kopf sich anfüllt mit allen möglichen anderen schönen Worten, nur das gesuchte versteckt sich in irgendeiner unscheinbaren Ecke des Gehirns? Zum Glück gibt es Smartphones mit Memo-Funktion. Und die erinnert mich an all die tollen und weniger tollen Einfälle, die ich im Laufe des Tages hatte... wenn ich nicht vergesse sie einzutragen. Zum Glück habe ich meine Ideen zu diesem Beitrag notiert. Und da sich bereits Verschiedenes angesammelt hat, gibt es heute ein Kessel Buntes.


Reisezeit
Der Winter ist nun offiziell vorbei. Auch wenn das Wetter es nicht hergibt, es ist tatsächlich Frühling. Und mit dem Frühling kommt die Reiselust. Mir ist aufgefallen, dass es eine Menge Leute mit Parkinson gibt, die gerne viel und weit reisen. Je weiter der Parkinson aber fortschreitet, desto komplizierter wird es mit dem Reisen. Jetzt hat die Europäische Parkinson Vereinigung EPDA einen Parkinson Reisepass entwickelt, in den alle wichtigen Daten für den Notfall eingetragen werden können. Es wird in knappen Worten erklärt, was Parkinson ist und wie man sich gegenüber dem Parkinsonpatienten am besten Verhält. Mann trägt Namen, Kontaktadresse und Medikamente ein. Der Pass kann auch ergänzt werden mit weiteren Informationsblättern, wie zum Beispiel zur Tiefenhirnstimulation. Er steht als freier Download zur Verfügung und ist auf English. Ich bin begeistert von diesem Angebot. 

Parkinson-Treff
Gestern fand das erste offizielle JuPeinander Regionaltreffen in Hamburg statt. Und ich sage euch, der Laden hat gebrummt! Es war eine ganz bunte und doch recht homogene Gruppe von Frauen und Männern voller Ideen und Vorschläge für die nächsten Treffen - die Liste wurde immer länger. Ganz lieben Dank an die beiden Organisatoren. Die  Gruppe ist sicher ein tolle Bereicherung für die Parkinson-Selbsthilfe Landschaft in Hamburg. Infos zu den nächsten Treffen gibt es auf der Webseite von Jung und Parkinson e.V.

Mist, vergessen!
... ist mir Dank des Memos im Telefon wieder eingefallen. Ich habe schon mehrfach Gespräche darüber geführt und gestern beim JuPeinander kam es auch wieder auf. Kennt ihr das, wenn man zum Beispiel schwanger ist und auf einmal auf der Straße förmlich von Schwangeren umzingelt ist? Oder wenn man ein Auto in einer ungewöhnlichen Farbe gekauft hat und plötzlich hat jede*r Dritte den gleichen Wagen? So kann es auch Leuten mit Parkinson gehen. Man sieht auf einmal überall Leute mit der typischen nach vorne gebeugten Parkinson-Haltung, die beim Gehen schlurfen oder einen Arm festhalten, damit niemand das Zittern sieht. Dann stellt sich die Frage: Spricht man die Leute darauf an? 

Aber was ist, wenn sie es noch gar nicht für sich realisiert haben, dass sie an Parkinson erkrankt sind? Oder sie stecken mitten in einem Verdrängungsprozess. Vielleicht haben sie Hemmungen, offen darüber zu sprechen, vielleicht haben sie gar nicht Parkinson.. es gibt so viele Gründe weshalb man diese Leute nicht ansprechen sollte, vor allem wenn es sich um wildfremde Menschen auf der Straße handelt. Schließlich habe ich keine Ahnung, wie sie reagieren könnten. Ich habe für mich entschieden, es zunächst sein zu lassen. Wie seht ihr das?

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