Wenn der Parkinson wetterfühlig wird



Oh Leute, ihr ahnt nicht, wie schlecht es mir in den letzten Tagen ging. Es war für mich eine völlig neue Erfahrung, denn diese Art von „schlecht“ kannte ich bislang noch nicht. Das Wetter schwenkte über die Feiertage binnen kürzester Zeit von kalt und nass auf warm und sonnig um, mit einem Temperaturunterschied von gefühlten 20 Grad. Endlich Sommer, die T-Shirts auspacken und ab in den Park! Dachte ich mir so. Es kam aber ganz anders.



Wenn extreme Wetterveränderungen im Anmarsch sind, habe ich in der Vergangenheit Kopfschmerzen bekommen, die meistens nach kurzer Zeit wieder verschwanden. Ab dafür, akzeptiert, das war’s! Dieses Mal hatte ich alles latent, und über mehrere Tage verteilt. Ich hatte latente Kopfschmerzen, mir war latent übel, ich war latent bis extrem müde, schlapp, antriebslos. Es ging sogar soweit, dass Teenager Sohnemann mich ins Bett schickte und freiwillig die Treppe putzte.

Das war für mich eine interessante neue Erfahrung, interessant und ärgerlich zugleich. Jetzt frage ich mich: Woher kommt das? Ist das der Parkinson, sind das die Medikamente? Oder bin ich einfach in eine neue Lebensphase eingetreten? Es könnten auch die Umwelteinflüsse sein oder alles zusammen? Das ist, was mich am meisten an dem Parkinson nervt: die Ungewissheit. Auf jeden Fall werde ich es weiter beobachten, wie es sich entwickelt. In der Zwischenzeit bewege ich mich fleißig und genieße das schöne Wetter. Ihr hoffentlich auch!

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