Der An- und der Ausknopf bei Morbus Parkinson

 

Wenn du Parkinson hast, dann kennst du sicherlich dieses Gefühl: Von einer Sekunde auf die nächste stellt sich die Wirkung der Medikamente ein oder aus. Wie bei einem Schalter.



Seit einigen Wochen gehört nun ein L-Dopa Präperat zu meinem Mediamenten-Mix. Obwohl ich es in einer sehr schwachen Dosierung nehme, merke ich seine Wirkung sofort. Anders als bei den Antagonisten, die weiterhin im Rennen sind. Manchmal vergesse ich, das Mittel einzunehmen, innerhalb kürzester Zeit verstärken sich die Symptome: Der Tremor, die Schmerzen und Steife im Fußgelenk.

AUS! "Mist, ich habe vergessen, die Tablette zu nehmen."

Wenn ich sie dann einwerfe, merke ich die Wirkung innerhalb kürzester Zeit.

EIN! "Ah, tut das gut!"

Ich kann jetzt gut nachvollziehen, dass man Abhängig werden kann von diesen Medikamenten. Sie geben mir meine Lebensqualität und Mobilität zurück. Denn die Angst ist da, sie zu verlieren -- was zwangsläufig sowieso irgendwann eintreten wird. Man muss sich nur den klassischen Verlauf von Morbus Parkinson vor Augen führen. Das muss ich mir als Parki zugestehen und lernen mit dieser Angst zu leben.

Lebensqualität. Ein großes, schönes und sehr wichtiges Wort. Mein Wort der Woche.

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