Wandern: Urlaub mit ohne Teenie und Parkinson # 3


Das war eine tolle Wanderwoche! Das Wetter war, bis auf den letzten Tag (Freitag), zum Laufen ausreichend stabil und ich habe noch eine Wanderfreundin gefunden, mit der ich mich über die Touren ausgiebig austauschen konnte.



Das Sauerland ist ja Bergbauland (gewesen) und entsprechend durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Eisenerz, Kupfer und manchmal auch Silber wurde in diesem Teil des Sauerlandes abgebaut. Mein "Basislager" lag zum Beispiel in der Nähe des Bergwerks Rieckmmm, das 1974 geschlossen wurde und das man heute besichtigen kann. 1,5 Kilometer ging es mit der Bahn in den Berg hinein.

Ein bisschen unheimlich war es mir schon... "Glück Auf!"

Da war es schön, am nächsten Tag wieder offenen Himmel über dem Kopf und einen freien Blick zu haben.


Es ging hoch hinaus durch die einsame Bergarbeitersiedlung Heinrichsdorf zum einzigen natürlichen Wasserfall NRWs. Der Wasserfall war eher mickrig, aber der Weg dorthin war ein Highlight der Woche!

Freitag wurde aus der Wanderung eher ein kurzer Spaziergang. Die Nässe kroch mir bis hoch zu den Oderschenkeln, während die Regentropfen an meiner Brille klebten und mir die Sicht nahmen.

Der Weg war zum Teil einladend schön und führte über breite Schneisen durch den Berg. Manchmal war er dermaßen zugewachsen, dass garkein durchkommen war. Als noch kalter Wind aufkam, gab ich auf und kürzte den Weg ab.

Ach so, da war noch was... der Parkinson! Je mehr der Stress von mir abfiel, desto mehr gerieten die Symptome in den Hintergrund. Ich konnte ausreichend schlafen. Der Tremor reduzierte sich auf ein erträgliches Maß und die Kraft reichte wieder aus für jede Menge Abenteuer und sportliche Auf- und Abstiege.

Sohnemann kam mir gestern freudestrahlend am Bahnhof entgegen. Sein Jugendcamp war der volle Erfolg. Die Rückfahrt mit der Bahn nach Hause verlief reibungslos ohne Verspätungen.



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