Warum ich finde, dass es sich lohnt, unser Tanztheater „The Other Me“ anzusehen

„Ich habe Parkinson, na und?“ Das trauen sich nicht viele offen im Scheinwerferlicht zu sagen. Und doch stehen wir bald auf der Bühne und sagen genau das.

Wir, das sind Ingrid und May, Ansprechpartnerinnen der Hamburger Regionalgruppe von Jung und Parkinson e.V. Und gemeinsam mit Gisela, Gisela, Siegfried (auch bei JuP Hamburg), Renate und Ulli sind wir stolze Mitglieder der Tanz Company Freeze’n’Flow des Vereins projekt:tanz e.V.

Am 14. und 15. März ist die Premiere des Tanztheaters „The Other Me“ im Sprechwerk Theater in Hamburg. Wir sind jetzt schon sehr aufgeregt und stolz zugleich, denn es ist ein Stück, das auf Tagebuchaufzeichnungen von Ingrid beruht und aus Erfahrungen der anderen Mitglieder der Truppe gespeist wurde. Es steckt also sehr viel von jedem Einzelnen von uns in diesem Stück.

Es steckt auch ganz viel Herz von Lena Klein, der Choreografin und Leiterin der Tanz Company darin. Denn sie hat sich damit ihren großen Traum erfüllt: gemeinsam mit Parkinson Erkrankten ein Tanzprogramm auf die Bühne zu bringen. Sie war es letztendlich auch, die mit ihrer Liebe zum Tanz und ihrer unkomplizierten, ansprechenden Art erreicht hat, dass wir über uns hinauswachsen, und am Ende als starke Gemeinschaft dem Parkinson durch den Tanz die Stirn bieten können.

Das Stück selbst „…will dem Publikum einen intimen Blick hinter die Fassaden einer Krankheit schenken, von der viele gehört haben, die aber die Wenigsten genauer kennen.“ Erste Symptome, der Marathon zu verschiedenen Spezialisten und schließlich die Diagnose - das haben viele genauso erlebt und doch ist die Auseinandersetzung mit dieser Erfahrung eine andere, wenn sie von sieben erkrankten und acht professionellen Tänzerinnen und Tänzern gemeinsam auf die Bühne gebracht wird.

Das schönste an der Arbeit an dem Stück ist, dass wir, trotz der Beeinträchtigungen durch die Erkrankung und trotzdem wir als Laien weit davon entfernt sind große Stars der Tanzbühne zu sein, von den acht professionellen Tänzerinnen und Tänzern mit denen wir zusammenarbeiten, mit Respekt und Würde behandelt werden. Und ich behaupte mal, als direkt an dem Stück Beteiligte - das merkt man dem Stück auch an. Es hat Herz, es ist informativ und unterhaltsam und es zeigt uns, dass wir trotz – oder besser noch: mit - Parkinson etwas erreichen können.

Informationen, Videos, Interviews, Fotos und Eintrittskarten gibt es bei projekt:tanz e.V. 
Wir freuen uns auf euch!

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