WochenGLÜCKblick # 81

September 23, 2017 0 Comments


Meine Woche begann schon letzte Woche Freitag. Da bin ich nämlich 7,5 Std. mit dem Zug nach Saarlouis gefahren. Ich war ganz aufgeregt, denn ich war

1. noch nie in dem Teil der Republik gewesen und
2. nahm ich zum ersten Mal an de Mitgliederversammlung, Symposium und Dinner & Dance Veranstaltung des Vereins Jung und Parkinson (JuP) teil.

Und ich muss sagen, es war toll! Ich habe so viele interessante und engagierte Menschen kennengelernt und konnte auch vieles aus den Vorträgen und Diskussionen während des Symposiums mitnehmen. Mein Glücks-Konto ist jetzt also zum bersten voll. Aber, ich muss leider sagen, dass ich so aufgeregt war, dass ich kaum Fotos gemacht habe. Deshalb die rosa Blumenwiese oben (bitte verzeiht mir die Schleichwerbung), einfach nur weil sie schön ist.


Meine Garderobe für das Dinner. Die Schuhe konnte ich leider nicht anziehen, ich war an dem Abend etwas aus der Balance. Aber sie zu besitzen reicht mir vollkommen aus (es sind meine allerersten roten Heels in diesem Leben).


Diese beiden Jungs sind in der Woche auch entstanden. Es ist schon irre, wie man mit wenigen prägnanten Merkmalen eine ganze Person darstellen kann, die dann auch noch erkannt wird!


Jede Woche fragt Denise von Fräulein Ordnung, was dich diese Woche glücklich gemacht hat.



WochenGLÜCKblick # 80 Stones in Town

September 10, 2017 0 Comments
Holla die Waldfee, was für ein Krach! Obwohl die Lautsprecher von uns weg strahlen, schallten die Stones und ihre Fans gestern über die ganze Stadt - fast als würde der gute Mick in meinem Wohnzimmer sitzen. Und damit beginnt mein Rückblick. Ein schöner warmer Tag im Stadtpark und dann das:


Ich war nicht so glücklich darüber, dass die große Wiese verbaut war, aber es war ja nicht für die Ewigkeit.

Ich war wieder unterwegs mit der einen von den beiden Giselas. Wir waren bei der Lesung von .... bei der Hamburger Nacht der Literatur. Eine beeindruckende Frau und ein spannender Vortrag. Nur leider kein Foto, dafür von uns beiden.

Von li nach re: May und Gisela


Wir haben mit den langen Tanzproben für unser Tanztheaterstück "The other me" begonnen. Drei Stunden intensives Arbeiten. Wir sind eine Gruppe von 15 Tänzerinnen und Tänzern, sieben davon sind Laien und Menschen mit Parkinson, wie ich. Es hat riesengroßen Spaß gemacht. Ich glaube, das Stück kann sich sehen lassen, wenn wir im März damit auf die Bühne gehen. Großes Glückskino!

Direkt hinter uns seht ihr ein kleines Stück der Berliner Mauer. Warum es gerade hier steht? Ich weiß es nicht. Aber ich musste natürlich sofort das schöne StreetArt darauf fotografieren. Mein nues Faibel.



 Und schließlich habe ich mir etwas Zeit zum Werkeln genommen. Ich präsentiere: Der Fisch, der lieber ein Schaf sein wollte. Über den Fisch war ich unglücklich, das Schaf hat mich riesig gefreut. Seht ihr auch, wie es frech um die Ecke schaut? 

Ein Freeform-Schaf


Jede Woche fragt Denise von Fräulein Ordnung, was dich diese Woche glücklich gemacht hat.

Buch: MAXImal von Max Huttner

September 06, 2017 0 Comments
Max Huttner: MAXImal - Mein Leben mit Parkinson

 "Dein Wecker klingelt um 6 Uhr am Morgen. Du stehst auf und machst dir erst einmal einen Kaffee. Ein ausgewogenes Frühstück und eine Dusche erleichtern dir den Start in den Tag... Für dich klingt das wie ein ganz normaler Alltag?

Nicht für mich - ich bin Max Huttner"

So startet Max seine kurze, aber bewegende Autobiographie. Selbstbewusst, in fetten Lettern verkündet er, dass sein Alltag etwas anders aussieht, als das von anderen. Denn Max hat Parkinson und Max ist gerade erst 25 Jahre alt, als sich die ersten Symptome der Krankheit bei ihm zeigen. Es ist sehr ungewöhnlich, dass jemand in diesem Alter an Parkinson erkrankt, deshalb bekommt seiner den Zusatz "Ähnlichkeitsform". Als ob die Ärzte es selber nicht fassen können, jemanden in diesem Alter mit der chronischen Erkrankung leibhaftig vor sich zu haben. Dabei kommt es immer häufiger vor, dass sich diese, im Volksmund als "Alterskrankheit" bezeichnete, chronische Erkrankung schon bei jungen Leuten zeigt.

Max beschreibt in seiner Biographie die ersten Jahre seines Lebens, inklusive der ersten fünf Jahre mit Parkinson. Es geht um den Umgang mit den Ärzten, die Schwierigkeiten mit den Behörden, seine persönlichen Hochs und Tiefs und die großartige Unterstützung, die er von Freunden, Familie und manchmal auch von wildfremden Menschen erhalten hat.

Stilistisch ist die Biographie kein Meisterwerk und dennoch bewegt sie mich, vielleicht auch wegen des Stils. Ganz sicherlich, weil ich selbst von dieser Erkrankung betroffen bin. Aber vor allem wegen des Muts, den Max aufgebracht hat, um seine Geschichte niederzuschreiben und zu veröffentlichen.  Ich bewundere seine Stärke. Er hat nicht aufgegeben, trotz der Hindernisse, die ihm in den Weg gelegt wurden.

Ich empfehle Menschen, die sich mit Parkinson beschäftigen, oder die selbst daran erkrankt sind, dieses Buch zu lesen. Es ermutigt, sein Leben mit Parkinson aktiv zu gestalten. Da ist Max mit seinen jungen Jahren ein großes Vorbild.

Eckdaten: Taschenbuch, 52 Seiten, Selbstverlag
Zu beziehen über huttnermax@yahoo.de
Besuch doch mal den Autor: Parkinson 25

WochenGLÜCKblick # 79 Achtsamkeit

September 02, 2017 0 Comments
Aaaaah, was habe ich diese Beiträge in letzter Zeit vermisst. Sie sind mein Ruhepool, holen mich zurück auf den Boden und lassen mich innehalten und Achtsamkeit üben.

In den letzten Wochen ging es sehr turbulent zu. Urlaubsvorbereitungen, und der Urlaub selbst, Termindruck im Job, bis ich nicht mehr wusste, wo mir der Kopf stand und abtauchen in die Nebenschauplätze, bis ich dort alle mit meiner Nervosität verrückt gemacht habe. Meine Balance hatte unbemerkt ordentlich Schlagseite bekommen! Dank meiner lieben Freunde A., N., C. und C. bin ich wieder auf dem Weg zurück zu mir.

Deshalb gibt es heute nur Fotos zum Thema Gelassenheit und Achtsamkeit.

Den Tag mit Yoga zu beginnen ist für mich besser als Frühstück im Bett. Alle Muskeln einmal durchstrecken, die Energie durch den Körper fließen lassen und ab und zu einfach innehalten, ein paar tiefe Atemzüge nehmen und den Blick aus einer anderen Perspektive wagen.


Kennt ihr das auch? Die Vorfreude auf die Lieblingsmahlzeit? Sie mit Genuss zuzubereiten, bis man fast schon vorher satt davon ist. Mein absoluter Liebling der letzten Saison: Cherrytomaten, Chicoree und Kräutersaitlingen mit Olivenöl kurz angebraten. Lecker, lecker, lecker! 

Einfach nur durch die Straßen schlendern, Neues entdecken oder Altes wieder neu entdecken, mit den Nachbarn plaudern und den Sonnenschein genießen. Diese bunte Wand entdeckte ich zum Beispiel gestern in einer Straße, die ich fast täglich entlang laufe, nur auf der anderen Straßenseite und in entgegengesetzter Richtung. Es lohnt sich ab und zu innezuhalten und die Perspektive zu wechseln.


Jede Woche fragt Denise von Fräulein Ordnung, was dich diese Woche glücklich gemacht hat.